Pressung

Die Wenigsten wissen, wie die Produktion einer Compact Disc eigentlich vor sich geht. Im Gegensatz zum einfach CD-Brennen, bei dem ein Laserstrahl die Information in die speziell beschichtete CD einbrennt, sind die Vertiefungen bei einer Pressung wesentlich genauer. (Übrigens: Je schneller man brennt, desto kürzer die Haltbarkeit der CD-R)

1. Bevor die CD vervielfältigt werden kann, wird eine Vorlage erstellt. Die digitalen Daten werden vom RedBook-Master auf einen Server geladen und von dort per Laserstrahl auf eine Glasplatte mit photoresistenter Beschichtung gebracht. Es entsteht das sogenannte Glasmaster. Dieses wird anschliessend mit reinstem Silber metallisiert und mit Nickel beschichtet (galvanisiert). Dies geschieht alles in staubfreien Räumen, mit Schutzanzügen und Mundschutz, damit kein Staubkorn den Stamper unbrauchbar macht. Schliesslich sollen davon zig Kopien gemacht werden.

2. Vom Glasmaster werden dann Abzüge gemacht, es entsteht der sogenannte Stamper. Sozusagen die Druckvorlage mit der die CD's gepresst werden. Ab einem Stamper können bis zu 10'000 CD's gepresst werden.

3. Dann folgt die eigentliche Pressung. Kunststoffgranulat wird verflüssigt und mit hohem Druck von mehreren Tonnen in den Stamper gepresst. Es entsteht eine transparente Kunststoffscheibe, die bereits die digitale Information der CD enthält.

4. Auf der Oberseite des Rohlings wird dann mittels Zentrifugalkraft eine Aluminiumschicht aufgebracht, die dafür sorgt, dass der Laserstrahl des CD-Players nicht einfach durch die Kunststoffscheibe hindurchleuchtet, sondern reflektiert wird. Erst dadurch kann die CD gelesen werden. Anschliessend kommt ein transparenter Schutzlack darüber.

5. Am Schluss wird mit jeder CD ein optischer Qualitätstest durchgeführt und nur die Einwandfreien gehen weiter zum Bedrucken.

Kurz

Eine CD-Pressung ist eine komplizierte Angelegenheit, bei der kein Staubkorn und kein Kratzer auf die Vorlage kommen darf, sonst wird diese unbrauchbar.